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Am 09.03.2012 wurden die Trittschallschutz und Dämmplatten im EG und DG verlegt, auf die später der Estrich gegossen wird. Da haben wir vorher ordentlich gekehrt, damit der ganze Staub und Bruchstein weg ist und die Platten auf einen im großen und ganzen "reinen" Betonboden gelegt werden konnten. Nach Verlegung der Platten sieht dann das Wohnzimmer so aus:

Sieht nun sehr sauber aus! Das gefällt! I like  ! Büro:

HWR > Gäste-WC > Diele:

Dachgeschoss-Diele:

 

Da haben wir dann dieses Granulat entdeckt, das sich MEHABIT nennt, eine hochbelastbare, staubfreie Dämm- und Ausgleichsschüttung. Sie besteht im Kern aus dem holzartigen Stängel der Hanfpflanze, den "Hanfschäben", die mit einem lösungsmittelfreiem Bitumenfilm imprägniert wird.

Nach erhöhter Druckbelastung durch den kompletten Fußbodenaufbau, verfestigt sich die Schüttung von selbst zu einer druckfesten Dämmplatte und füllt somit sämtliche Zwischenräume zwischen den isolierten Leitungen und den Trittschalldämmplatten vollständig aus und bietet dem Nassestrich somit eine optimalen und sehr stabilie Unterkonstruktion.

Soweit so gut, nun kann also der Estrich kommen, und einen Tag später am 10.03.2012 war auch die Estrich-Firma da.

Querschnitt durch einen fertigen Fußboden:

Der Estrich bildet den Untergrund für Fußbodenbeläge und befindet sich oberhalb der tragenden Geschossdecke beziehungsweise der Bodenplatte und unterhalb des Bodenbelags.

Estriche benötigen je nach Material eine bestimmte Zeit zum Erhärten.

Die Ausbildungsdefinition lautet:

„Estrich ist ein auf einem festen Untergrund oder einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht hergestelltes Bauteil, welches mittelbar nutzfähig ist oder mit einem Belag ggf. ‚frisch in frisch‘ versehen werden kann.“

Hergestellt werden Estriche aus körnigen oder flüssigen Materialien, wie zum Beispiel ein Fließestrich, die nach dem Aufbringen auf die Unterkonstruktion "geglättet" werden.

Natürlich gibt es verschiedene Arten von Estrichen, man kann z.B. unterscheiden nach Bindemittel oder Konstruktionsart.

Bei uns wird in den beiden Wohngeschossen ein wärme- und schalldämmender, schwimmender Zementestrich aufgebracht.

Im EG sieht die Gesamtaufbauhöhe des Fußbodenaufbau so aus: 3 Lagen Dämmung (40 mm + 30 mm + 40 mm), 1 Lage Folie, Estrich 50 mm mit Randdämmstreifen = 160 mm, Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,37 W/m²K.

Im DG haben wir 2 Dämmlagen (50 mm + 20 mm), 1 Lage Folie, Randdämmstreifen. Der Estrich ist mit 80 mm dicker geworden als geplant, macht aber nichts, somit kommen wir im DG eine Fußbodenaufbauhöhe von 150 mm.

In den beiden Bildern ist über den Dämmlagen nicht der Estrich zu sehen sondern dessen Einschalung.

Der feingesiebte Reinsand, der zusammen mit Wasser und Zement und verschiedenen Zusätzen den Estrich bildet, wurde schon ein paar Tage vorher angeliefert und in die Garageneinfahrt gekippt. Die Estrichpumpe wird genau vor dem Sandhaufen geparkt, der Schlauch geht durch die Eingangstür, die Firma beginnt zuerst mit den DG.

Zubereitungsrezept für den Estrich: Man nehme...: 20 Schippen Sand, 2 Päckchen Zement, 4 Eimer Wasser, 1 Suppenlöffel hochkonzentriertes Zusatzmittel zur schnelleren Abbindung, und nochmal 20 Schippen Sand.

 

Dann wird die Pumpe angeschmissen und der Estrich wird durch den Schlauch gedrückt. Und los gehts:

Einer hält den Schlauch, der andere verteilt den Estric grob im Raum, danach kommt die "Glättung":

Der Estrich liegt dabei auf einer PE-Folie (die schwarze Folie) und diese auf den schon erwähnten Dammplatten-Lagen und wird seitlich von Dämmstreifen ummantelt, so dass keinerlei schall- oder
wärmeübertragende Verbindung zum restlichen Gebäude besteht („schwimmen“). Die Dämmplatte sind bei uns sowohl wärmedämmende als auch trittschalldämmende Platten.

Eine Begehbarkeit ist frühestens nach 3 Tagen möglich, wobei die vollständige Belastbarkeit erst nach frühestens 7 Tagen (abhängig von der Umgebungstemperatur und dem Wasserzementwert) gegeben ist. Soll der Zementestrich mit einem Bodenbelag versehen werden, so muss die Trocknung soweit fortgeschritten sein, dass er nur eine Restfeuchte von maximal 2 bis 3 % aufweist.

Blick vom Gästezimmer in die Diele und aufs DG-Bad. Da liegt auch schon die Fußbodenheizung:

Das Schlafzimmer nach Estrichlegung:

Um die Biegezugfestigkeit von Estrichen zu ändern, werden sie oft mit Fasern bewehrt. Im Gegensatz zu einem Estrichgitter, zum Beispiel dem aus Metall bestehende AKS-Gitter, erhöhen faserbewehrte Estriche die Festigkeitswerte, weil die Elastizität und Biegefestigkeit vor allem auch von der Größe der Kristalle im Estrich abhängen.

Unser Zementestrich wird mit Glasfasern (im nachfolgenden Bild rechts. Links eine Zementpackung für den Estrich) bewehrt. Diese Fasern gehen keine chemische oder mechanische Verbindung mit dem ZE ein. Sie dienen dazu, die Bildung großer Zementkristalle zu unterbinden. Dadurch entstehen mehr „Kristalle“ und es steigt die Elastizität, bzw. der sog. "E-Modul" wird kleiner.

Am 11.03.2012 sind wir vor dem Fußballspiel noch am Bau vorbeigefahren um zu gucken wie weit die Estrichfirma am Vortag gekommen war, Ergebnis: DG komplett mit Estrich ausgelegt. Das ist das Kinderzimmer:

Und hier Schlafzimmer und ein Teil der DG-Diele, fotografiert von der Treppe:

Montags am 12.03.2012 gings dann gleich weiter. Mal die Haustür kurz aufgemacht, tada, überall liegt der Estrich. Man sieht schön, dass der Estrich noch sehr nass ist. Das wird sich in den nächsten Tagen nach vielen Lüftungsvorgängen ändern, der Estrich wird trockener und heller werden.

Die Firma hat an diesem Tag das ganze Erdgeschoss gepackt und einen Teil des Kellers. Das nächste Bild zeigt die Sicht vom Vorratskeller in Richtung Waschküche, man sieht, wo die Firma aufgehört hat.

In diesen Raum kommt unsere Kellerbar - der Roon-Saloon - mit Theke, TV und natürlich einem Kickerkasten! Wie das später genau aussieht wird man unter "Innenausbau > Keller" mitverfolgen können, oder auch mal bei einer Party vor Ort .

Waschküche (auch der Syphon ist noch sichtbar):

Erst am 15.03.2012 wurde der noch fehlende Estrich verlegt. Dabei konnten wir auch mal sehen welche "Glattstreich-Techniken" so angewendet werden:

Der Estrich ist frisch und deshalb tiefdunkel. Betreten (vorerst) verboten !

Am 16.03.2012 ist der Estrich schon gut am Trocknen und im DG und EG mittlerweile problemlos und ohne große Vorsicht begehbar. Schauen wir mal ins Büro:

Man sieht, wie der Estrich schon viel heller geworden ist. Er ist auch sehr eben, wunderbar für das spätere Verlegen der Bodenbeläge, das wir dann selber machen werden (außer DG-Bad und Gäste-WC, diese Leistungen sind im HvH-Lieferumfang enthalten). 

DG-Diele/ HWR/ Gäste-WC:

Wo es vorher durch die vielen Leitungen auf dem Boden sehr chaotisch aussah im HWR (siehe Innenausbau > Heizung und Sanitär) siehts jetzt wieder schön aufgeräumt aus, alle Leitungen sind im Estrich verschwunden.

 

Auch das Wohnzimmer trocknet brav vor sich hin...

Noch ein kurzer Blick ins Dachgeschoss. Hier ist der Estrich natürlich schon am hellsten, da die Firma ja mit dem DG angefangen hatte. Zuerst die Diele:

Und nun noch das Bad. In die Aussparung links kommt die Badewanne, rechts die ebenerdige Duschwanne.

Um die Bodenbeläge Fliesen und Laminat legen zu können darf der Estrich nur eine Restfeuchte von etwa 1,8 bis 2,0 % haben. Laut Estrich-Firma dauert die Austrocknung normalerweise etwa 6 Wochen. Im 2012er März und April hat es bei uns aber regelmäßig geregnet und es war ständig nasskalt. Wir haben immer wieder fleißig gelüftet und alle möglichen Lüftungstechniken angewendet, können aber noch nicht auf eine Heizung zurückgreifen, die die Estrichtrocknung hätte unterstützen können, da die Heizung noch nicht installiert ist.

Von Bekannten haben wir uns dann ein Trocknungsgerät ausgeliehen und es jeden Tag in einen anderen Raum gestellt. Das Gerät haben wir bei geschlossenen Fenster und Türen eingeschaltet. Innerhalb von 24 Stunden war der Wasserbehälter randvoll, da ist doch noch einiges an Feuchtigkeit im Estrich.

Nachdem dann Mitte Mai die Heizung installiert und betriebsbereit war, konnten auch die Heizkörper in den Räumen und die Fußbodentemperierung im DG-Bad zur weiteren Estrich-Trockung beitragen.  Zudem haben wir mittlerweile richtig schön Sommer mit täglich über 20°C. Anfang der letzten Maiwoche lag die Restfeuchte des Estrichs bei noch etwa 2,5%. Der Fliesenleger, der dann die Küche gefliest hat, sagte, dass sei bei Fliesen kein Problem, die können selbst und auch durch die Fugen noch "atmen".

Das Wohnzimmer-Laminat und die Küchenfliesen haben wir dann am 01.&02.06.2012 legen lassen, mehr Infos und Bilder findet Ihr in der Rubrik  "Innenausbau > Laminat und Fliesen".

So, das war's vom Estrich. Weitere Rubriken warten nur darauf von Euch durchgestöbert zu werden... 

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